17. April 2025
Wir wollen heute die Gegend etwas erkunden und fahren einfach los.
Heute ist es leicht bedeckt und da bietet sich der Besuch in einem Park an.
Wir folgen den Wegweisern und landen im 17 km entfernten Allensbach.
Vor dem Parkeingang ist ein riesiges Gehege für eine Gruppe Wisent.
Das Flachlandwisent war einst zahlreich in den ausgedehnten Wäldern Mittel- und Osteuropas heimisch.
Es ist das grösste europäische Säugetier und erreicht eine Körperlänge von 2.60 bis 3.50 m und eine Schulterhöhe von ca. 1.90 m.
Ein ausgewachsenes Wisent bringt stolze 900 kg auf die Waage.
In freier Wildbahn lebt das Wisent heute nur noch im Urwald von Bialowieza in Polen.
Um den Bestand und die Entwicklung der Tiere in Deutschland zu erforschen, wird jährlich eine Bestandsliste mit Angaben
der Eltern erstellt. Die im Freizeitpark befindlichen Tiere heissen Ambros, Amadeus, Ameli und Amor.
Es war sehr interessant mit anzusehen, wie die Wisent reagierten, als sie einen Bagger hörten. Sogleich kam Bewegung in die Gruppe und die sonst trägen Tiere rannten dem Bagger entgegen. Der Tierpfleger bringt, in der Baggerschaufel wie es scheint, heiss begehrte Rüben.
Es sah zuerst wirklich eigenartig aus … einen Bagger für einen Sack Rüben?
Doch man stelle sich vor, so ein Koloss mit 900 kg will kuscheln oder hat schlechte Laune.
Da macht so ein Bagger absolut Sinn.
Die Tiere immer im Blick, verlässt der Pfleger das Gehege wieder.
Wir sind am Parkeingang.
In der über 75 ha grossen Parkanlage sind vorbildhaft grosse Gehege.
Es ist ein Park mit viel Waldanteil und kein Zoo.
Zum Park gehört auch ein riesiger Kinderspielplatz.
Auf den Wegweisern sehen wir, dass um 11.00 Uhr eine Falkner-Show stattfindet … das ist in zehn Minuten,
das passt. Es sind nur eine Handvoll Leute da. So können ein paar Wolken von einem Parkbesuch abhalten.
Uns ist das nur recht und wir geniessen die Vorführung.
Falknerei gehört zu den ältesten Jagdformen, die der Mensch kennt und pflegt, erzählt uns die Falknerin
Alexa Meininghaus. Die Vögel werden seit ihrem Schlüpftag an den oder die Falkner/in gewöhnt. Akzeptiert
so ein stolzer Vogel seinen „Jagdpartner“ nicht, kann ihn nichts dazu bringen, gemeinsam mit ihm zu jagen.
Falkner/in ist kein Ausbildungsberuf. In der Regel wird die Falknerei von Privatpersonen als Hobby ausgeführt.
Einige wenige von ihnen sind in Tierparks oder Schau-Falknereien angestellt.
Der Greifvogel bekommt beim Falkner Wachtel, Huhn, Taube, Ratte, Maus, Eintagsküken, Hase, Rehfleisch und vieles
mehr zu fressen. Nicht lebendig, denn das ist verboten, sondern aus dem Gefrierfach aufgetaut, frisch geschlachtet
oder als Beute, die der Vogel bei der Jagd selbst fängt.
Die grösste Eulenart.
Höchste Konzentration.
Genau schauen, was die Falknerin will.
Ein langjähriger Wunsch ging in Erfüllung: Ich durfte einen Falken halten. Das wunderschöne Tier war ganz ruhig.
Die Falknerin hat ununterbrochen gesprochen, damit der Falke wusste, sie ist da. Diese Hauben werden den Vögeln einzeln
angepasst, damit sie sie tragen können, ohne viel zu fühlen. Die Finsternis gibt ihnen Sicherheit und sie erschrecken nicht,
wenn etwas Fremdes in der Nähe ist.
Wir spazieren durch den weiten Wald.
Am grossen Tor hiess es: gut schliessen, frei laufendes Damwild.
Mal sehen, ob wir den Tieren begegnen.
Eine wunderschöne Waldlichtung.
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