Es ist erstaunlich was alles für Wohnwagenformen gebaut wurden.
Sehr viel unsinniges aber genausoviel geniales das Hand und Fuss hat.
Es ist als wandert man durch ein ganzes Leben in sehr kurzer Zeit. Da steht ein Opel Rekord P1 von 1957 mit Dachzelt der einen Fahti Luxus 600 Wohnwagen zieht. Das Gespann ist Teil des Themas „Plastic Fantastic?“ Der Fahti Luxus 600 Wohnwagen ist bekannt für seine Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK).
Zur damaligen Zeit, scheinbar der Traum eines jeden deutschen Campers,
einen Zeltschein für die Ostsee zu besitzen.
Für die heiss begehrten Plätze an der Ostsee musste man schon im Dezember des Vorjahres einen Antrag auf Campinggenehmigung bei der zentralen Vermittlungsstelle einreichen. Nur allzu oft wurden diese Anträge abgewiesen.
Die Pioniere mit ihrem erste hölzernen Schäferkarren, historische Eigenbauten und die Erfindung des ersten Dethleffs-Wohnwagens aus den
1930er-Jahren haben wir gesehen. Mit den Traumrouten begeben wir uns virtuell auf eine Reise durch die Jahrzehnte und Regionen.
Wir waren nun auf dem Gipfel, in südlichen Ländern, die Ostsee ist auch Geschichte und begeben uns nun auf den Weg hinunter Richtung Wüste.
Wüstenbewohner wie die Tuareg haben gelernt, die Spuren der Kamele oder die Sandstruktur der Dünen zu lesen, doch die meisten Menschen
verlieren in der Wüste schnell die Orientierung - und technische Hilfsmittel wie satellitengestützte Navigationssysteme gibt es erst seit
Ende der 1980er Jahre.
Tiere hingegen besitzen oft einen sehr ausgeprägten Orientierungssinn. So hat sich auch die Wüstenameise "Cataglyphis fortis" perfekt
an ihren Lebensraum in der nordafrikanischen Wüste angepasst.
Auf der Suche nach Futter streift sie kreuz und quer im Gelände umher. Anschliessend steuert sie ihren Bau zielgenau an und findet
geradlinig in das winzige Loch im Wüstenboden zurück, denn sie verfügt über ein komplexes Navigationssystem aus mehreren Komponenten.
Sie benutzt die Sonne als Kompass und orientiert sich sowohl an visuell wahrnehmbaren Punkten wie auch an Gerüchen. Darüber hinaus hat
sie eine Art eingebauten Schrittzähler, der genau berechnet, in welche Richtung und Distanz ihr Nest liegt.
Die Ameise zählt also ihre Schritte und findet so auf kürzestem Weg nach Hause.
Die Dauphine wurde von 1956-1967 hergestellt und war mit über 2,1 Millionen gebaute Fahrzeuge äusserst erfolgreich. Sie wurde als Nachfolger des 4CV somit auch ihrem Namen gerecht, der auf deutsch "Thronfolgerin" bedeutet. Sogar in Deutschland konnten über 120'000 Fahrzeuge verkauft werden, obwohl die meisten Deutschen anfangs Probleme mit der Aussprache des Namens Dauphine hatten. Die besser ausgestattete Dauphine-Gordini war in Deutschland sehr beliebt, obwohl man sich an manches Detail erst gewöhnen musste. Dazu gehörte beispielsweise das Reserverad, das sich in einer Schublade unter der Frontstossstange befand oder das Loch in der hinteren Stossstange, durch das der Heckmotor notfalls mit Hilfe einer Kurbel gestartet werden konnte.
Bereits 1924 gründete der Schreinermeister Jakob Bürstner eine Bau- und Möbelschreinerei in Neumühl, nahe dem französischen Strassburg.
Ab Mitte der 50er Jahre wurde er dann tatkräftig von seinem Sohn Gerhard unterstützt, der auf Anregung der badischen Firma Feuerstein
einen Wohnaufbau für herkömmliche Transportanhänger konstruierte. Der Erfolg hielt sich aber zunächst in Grenzen. 1961 folgte dann mit
dem Delphin der erste "richtige" Wohnwagen.
Der kleine, mit Echtholzmöbeln aus Palisander ausgestattete Caravan verkaufte sich bald so gut, dass Bürstner an seine Kapazitätsgrenze
stiess. Um die Nachfrage zu befriedigen, gab man daher 1966 die traditionelle Schreinerei auf und konzentrierte sich ganz auf die
Herstellung von Wohnwagen.
Der Taunus 12M war das erste deutsche Ford-Modell mit selbsttragender Pontonkarosserie und Einzelradaufhängung vorne. In den 50er Jahren war er
ein sehr beliebtes und weit verbreitetes Mittelklassemodell. Neben der zweitürigen Limousine gab es den 12M auch als Cabrio, Kombi und Kastenwagen.
Das Design war unverkennbar an amerikanische Studebaker-Modelle angelehnt. Lediglich im Hinblick auf die Grösse wurde das Fahrzeug an deutsche
Verhältnisse angepasst. Der Namenszusatz 12M stand für den Hubraum von 1,2 Litern und "Meisterstück". Aufgrund der Weltkugel als Kühlerfigur
wurde das Modell im Volksmund bald nur noch "Weltkugel-Taunus" genannt. Zwischen 1952 und 1959 verliessen insgesamt 215'265 Taunus 12M das
Fliessband des Kölner Ford-Werkes.
Weltkugel hin oder her, ich sage, tolles Gebiss und Stupsnase.
Wir sind wieder im Parterre und hier ist es viel angenehmer als im oberen Stockwerk. Wie man weiss, steigt Hitze. Bei diesen sommerlichen
Temperaturen hat sich die Halle sehr aufgeheizt. Sogar mein Telefon hat schlapp gemacht und sich mit der Warnung, dass der Akku überhitzt sei,
selbst ausgeschaltet.
Hier unten auf dem Weg über den "Hippie-Trail" nach Indien bis hin zu den endlosen Highways Nordamerikas,
begegnen wir dem Mitsubishi L300 Campingbus, Schäfer Orion-1 Jahrgang 1973 und dem Hymermobil 550 Jahrgang 1970.
Dieser Mercedes Kurzhauber heisst Paula und ist mit seinen Eigentümern bereits einmal um die Welt gereist. Zwischen 2009 und 2015 durchquerten sie
dabei 54 Länder auf 5 Kontinenten und legten 120'000 Kilometer zurück.
Zwischen 2022 und 2024 folgte dann eine weitere Durchquerung des afrikanischen Kontinents. Bevor Paula zum Weltreisemobil umgebaut wurde,
stand sie bis 1994 als Funkwagen in Diensten des Bundesgrenzschutzes. Der Umbau erfolgte stückweise und wird laufend weiter optimiert.
Mit Allradantrieb, Differentialsperre, Freilaufnaben, 900 Liter Diesel und 300 Liter Frischwasservorrat. Wasserfilter, Solarpaneele und Holzofen
im gemütlichen ausgebauten 11 Quadratmeter "Funkkoffer" ist Paula bestens für weitere Abenteuer gerüstet.
Für uns absolut toll und vor allem für Fred ein freudiges Wiedersehen. Genau auf so einem Mercedes Kurzhauber wie diesem, hat Fred seine Lastwagenfahrer
Ausbildung und die Prüfung absolviert – laaaaange ist es her!
Wind ist eines der letzten Themen der Ausstellung. Mit dem Drachen durch den Wind – Kitesurven und Wellen bezwingen.
Es braucht nicht viel um unterwegs zu sein.
Das Museum ist sehr empfehlenswert! Die hier gezeigten Bilder sind nur eine sehr kleine Auswahl der sehr vielen Exponate die hier zu sehen sind.
All die Geschichten die interessant und lehrreich sind, lassen einen in die frühste Zeit des Campings eintauchen. Es war toll!
Wir fahren über Ebersbach - Mengen - Göggingen, an den Störchen vorbei zurück zum Campinggarten.
Nach oben