26. Juni 2025
Es hat geregnet und nicht gerade wenig. Die Wetterkarte zeigt an das sonniges Wetter nach rückt, darum lassen wir uns nicht von den paar
Restwolken abhalten, noch einmal nach Göggingen zu fahren – zu den Störchen!
Der Weissstorch, "Ciconia ciconia" ist als Kinder bringender Klapperstorch und als Glücksbringer «Adebar» wohlbekannt. Seit der Antike wurde der
Storch als Botschafter der Fruchtbarkeit von einigen Völkern vergöttert und geschützt. Die Intensivierung und moderne Methoden der Landwirtschaft
sind verantwortlich, dass diese Stelzvögel/Schreitvögel heute Probleme haben, ihre Jungen mit ausreichend Nahrung zu versorgen. Weitere
Schwierigkeiten ergeben sich durch ihre Vorliebe für feuchte Wiesen, die zunehmend entwässert wurden, durch Kollisionen mit Freileitungen,
den Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln und den Jagddruck in den Durchzugs- und Winterquartieren. Sollen die stolzen Vögel bei uns auch
in Zukunft ein Auskommen haben, müssen wir für sie geeignete Lebensräume erhalten und aufwerten.
Der Schnabel des Weissstorches ist 14 bis 19 cm lang. Das Gewicht der Männchen beträgt durchschnittlich 3'800 Gramm, das der Weibchen 3'300 Gramm.
Störche können in einzelnen Fällen über 30 Jahre alt werden.
Störche, die das erste Lebensjahr überstanden haben, werden im Durchschnitt etwa 8 Jahre alt.
Die Störchin legt in Abständen von zwei bis drei Tagen, 3-5 Eier.
Nestlingszeit ist etwa 55 – 60 Tage, nach 7 Wochen haben die Jungstörche die Grösse ihrer Eltern erreicht.
Flügge sind die Jungstörche nach ca. zwei Monaten.
Störche sind mit sechs Gattungen und 20 Arten in allen Kontinenten ausser Antarktika verbreitet.
Er war 1984 und 1994 in Deutschland Vogel des Jahres.
Hier in Göggingen sieht man diese grossen Vögel ihre Runden fliegen wie wir das zuhause von Milan und Mäusebussard kennen. Es ist ein überwältigender
Anblick. Eine Anwohnerin hat mir erzählt das die Störche einfach plötzlich da waren. 8 Nester sind auf den Hausdächern. Die Altvögel finden in den
nahe gelegenen Feuchtwiesen genug Nahrung für ihre Jungen.
Zuerst war nicht viel los in den Nestern – ab und zu sah man einen Kopf, oder einer der Jungvögel stand auf. Sobald sich aber die Regenwolken
verzogen und der Sonne Platz machten, war sofort ein emsiges Treiben.
Die flauschigen Jungvögel fingen an im Nest herum zu zappeln, pflegten ihr Gefieder und machten Flugübungen. Sie flattern mit den Flügeln und fühlen das der Wind sie trägt – aber immer fein die Beine über dem Nest und wieder dort abstehen.
Lange wird es nicht mehr dauern und diese Jungtiere werden das erste Mal
abheben und in luftiger Höhe, ihre Kreise ziehen, mit ihren Eltern.
Dies war nun ein schöner Abschluss unseres Aufenthaltes im Campinggarten Leibertingen.
Morgen werden wir wieder Nachhause fahren.
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