Doch, doch – imposant die Hütte!
Die beiden Wachunterstände zeigen an, dass nicht einfach jeder hier ungefragt das Tor passieren konnte.
Nach einem Brand im Jahr 1858 wurde das Schloss weitgehend im neugotischen Stil wieder aufgebaut, was ihm sein heutiges märchenhaftes Aussehen verleiht.
Das Schloss wurde auf einer Burganlage aus dem 13. Jahrhundert errichtet und präsentiert sich heute
als fürstliches Residenzschloss im Stil des Historismus und Eklektizismus.
Das Gebäude verfügt über mehr als 400 Zimmer und rund 800 Fenster.
Man geht durch das grosse offene Tor und ist noch immer nicht im Schloss. Irgendwie höre ich die beschlagenen Füsse der Pferde auf dem Kopfsteinpflaster klappern. So als würde einer der alten Wagen die wir im Marstallmuseum gesehen haben, durch diesen Tunnel, bis in den Vorhof des Schlosses gezogen.
Nun sehen wir den Burgfried mit dem Römerturm vom Innenhof aus. Was auffällt sind all die roten Fensterrahmen. Im Vorhof ist auch die Kasse. 15 Euro pro Kopf kostet der Eintritt. Dann kann der Rundgang beginnen. Immer schön auf dem roten Teppich bleiben, hiess es.
Besonders im Barock waren solche Maskarons sehr beliebt.
Während Wasserspeier (Gargoyles) eine funktionale Rolle beim Ableiten von Regenwasser spielen,
dienen Fratzen und Maskarons primär dekorativen Zwecken und sollen oft böse Geister abwehren.
Die Kanonenhalle wurde nach zwei Feldgeschützen benannt, die Kaiser Napoleon III. den Hohenzollern schenkte. Als Eingangshalle wurde die Kanonenhalle auch mit einem repräsentativen Treppenhaus in die Beletage ausgestattet.
Da ist das Schätzchen von Seite 1
Nein! – Nicht mal vielleicht würde ich dieses Blech anziehen.
Und da wäre nun das Treppenhaus in die Beletage.
Die Beletage (französisch bel étage – das schöne Geschoss) war das bevorzugte Geschoss,
beziehungsweise die am besten ausgestattete Etage.
Krass, soviel Prunk und Protz, wenn man sich vorstellt wie ärmlich das
"normale" Fussvolk leben musste.
In der ersten Etage gelangt man in das Badezimmer der Fürstin.
Am Anfang des 20. Jahrhunderts eingebaut, verfügt es schon über eine moderne Ausstattung.
Echt jetzt? Ein Hinweisschild, das die Toilette nicht benutzt werden soll? Ich lach mich schlapp!
Leute wir sind hier in einem Museum und nicht auf dem Bahnhof-Klo.
Die Garderobe verfügt nur über eine sehr niedrige Decke, weil sich darüber ein begehbarer Kleiderschrank befindet. Alleine anziehen war bei all den Unterkleidern, Reifen und Korsagen kaum möglich. Für die Gräfin waren deshalb immer zwei bis drei ausgewählte Zofen abgestellt.
Damals hochmoderne Steckdosen und Lichtschalter, sowie, eine Klingelanlage für die Dienerschaft. Keine Schnüre mehr die irgendwo ein Glöcklein betätigen.
Blumen-Kronleuchter aus Meissner Porzellan.
Die Geschichte erzählt, dass die Alchemisten versucht haben Gold herzustellen
und so durch Zufall auf die Rezeptur von Porzellan gestossen sind.
So gibt es bis heute das Meissner Porzellan.
Ecksalon – Blauer Salon – Schreibsalon
Alle sind prunkvoll im Stil des Rokoko eingerichtet und mit Empire-Möbeln aus Mahagoni ausgestattet.
Dieser Louis XVI-Zylinderschreibtisch, um 1780 gefertigt, zeichnet sich durch seine aufwendigen Intarsien aus. Unglaublich wie filigran diese Einlegearbeiten sind – wunderschön!
Nach oben