... ist endlich vorbei. Die Nebelgeister über dem Feld können am Morgen nur kurz tanzen, bevor die Sonne sie auflöst. Der Schnee ist geschmolzen und der kleine Fuchs, der uns öfter besucht und seine Spuren im Schnee hinterlassen hat, ist in den Wald zurückgekehrt. Die vielen verschiedenen Vögel, die unsere Futterstellen gerne aufgesucht haben, kommen immer weniger. Kaum zu glauben, aber ich habe bereits den ersten Mückentanz gesehen. In Windeseile fliegen diese Kleinst-Insekten ihren einem Wasserwirbel gleichenden Flug, um vom feinsten Windhauch auseinandergetrieben ... sich aber immer wieder findend ihren Reigen fortzusetzen.
Die erste Amsel versucht sich darin, den Morgen mit einem Lied zu begrüssen. Krächzen wäre der richtige Ausdruck. Die Vogelstimme scheint über die kalten Monate etwas eingerostet zu sein. Herr Amsel wird nicht aufgeben und üben, bis seine Stimme wieder glockenklar durch den Morgen klingt.
Ein paar Farbtupfer für die Terrasse und den Garten. Wir haben alle Büsche und die Flieder, die vor den Fenstern gestanden sind, ausgegraben. Sie waren voller Moos und Flechten ... unter dem Baum hatten sie zu wenig Licht.
Alles spriesst und der Duft nach Frühling ist überall.
Alle Unkräuter entfernt und neuen Rasen gesät.
Jetzt ist es ein gemütlicher, gepflegter Platz.
Anfangs Mai ..... Der Garten ist fast fertig angepflanzt. Dieses Jahr gibt es ein Tomatenhäuschen.
Sobald der Tag anbricht, bin ich im Garten. Es ist wunderschön, die Sonne aufgehen zu sehen. Um 5.30h ist es noch ruhig im Steinriesel. Der Milan zieht seine Runden über die Gärten und schaut zu, was ich da mache. Es sind angenehme 18 Grad und die Luft ist wunderbar frisch.
Ein Auto parkt und Marisa, meine Gartennachbarin, kommt. Marisa wohnt oben im Dorf und ist ein ganz toller Mensch. Während wir unsere Gärten pflegen, Pflanzen tauschen und über dies und jenes plaudern und lachen ... wird es langsam wärmer. Spätestens um 11.00h geht Marisa nach Hause und auch ich fliehe vor der Hitze ins angenehm kühle Haus.
Es gibt viele verschiedene Pilz-Arten. Einer, von dem ich bis jetzt nur gehört habe, sollte ich näher kennenlernen. Dieser Pilz wohnt mindestens einen Meter tief unter der Erdoberfläche. Er erledigt dort seine Arbeit, indem er alles verschimmeln lässt, was in seine Nähe kommt. Er ist ein sehr aggressiver Pilz, dem zwar Baumwurzeln standhalten, ebenso andere Pilzarten, aber Pflanzen, die an der Erdoberfläche gedeihen und normalerweise nicht in seine Tiefe vorstossen, haben keine Überlebenschancen, sobald sie mit seinen Sporen in Berührung kommen.
Es ist der 28. Juli 2011. Wasser rinnt in die Einstellhalle. Zuerst hiess es, der Baum ist schuld, der muss weg. Dann besann sich die Liegenschaftsverwaltung anders und liess grosses Geschütz auffahren und es wurde gebaggert.
Das kleine Loch wurde immer grösser, breiter und tiefer.
Es wurde mehr oder weniger alles platt gemacht, um dann zu sehen, dass doch nicht der Baum schuld war, sondern ein lecker Schacht, durch den die Heizrohre unter unserer Terrasse durch ins Haus führten.
Der Schacht wird neu versiegelt.
Alles, was oben war, ist nun unten und was unten war, oben.
Der Rasen zerstört und alle unsere Pflanzen tot ... Die neu angepflanzten, in diesem Frühjahr und alle Pflanzenkübel. Der freigesetzte Pilz liess alles binnen 3 Wochen verfaulen.
Es hat keinen Sinn, dieses Jahr neue Pflanzen zu kaufen und anzusetzen ... der Herbst und der Winter müssen kommen und den Pilz zuerst wieder unter die Erde spülen ... tief hinunter ... da, wo er hingehört.
Es ist bereits Oktober und der Mais auf dem Feld des Bauern wartet darauf, abgeerntet zu werden. Mein Garten wurde etwas umgestaltet. Der Strasse und dem Steinplatten-Weg entlang hat mir Fred ein "Blumenbandeli" gemacht. Da werden nun mehrjährige Blumen wachsen und meinen Garten schön bunt einrahmen.
Meine vielen verschiedenen Kräuter haben auch ihren Platz gefunden.
Alles schläft unter einer isolierenden Schneedecke.
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