Der Uhu ist eine Vogelart aus der Gattung der Uhus (Bubo), die zur Ordnung der Eulen (Strigiformes) gehört. Uhus haben einen massigen Körper und einen auffällig dicken Kopf mit Federohren. Das Gefieder weist dunkle Längs- und Querzeichnungen auf. Brust und Bauch sind dabei heller als die Rückseite. Der Uhu ist ein Raub- und Standvogel, der bevorzugt in reich strukturierten Landschaften jagt. In Mitteleuropa brütet die Art vor allem in den Alpen sowie den Mittelgebirgen, daneben haben Uhus hier in den letzten Jahrzehnten aber auch das Flachland wieder besiedelt. Die Brutplätze finden sich vor allem in Felswänden und Steilhängen und in alten Greifvogelhorsten.
Der Stieglitz auch Distelfink genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Finken (Fringillidae). Er besiedelt Eurasien von Westeuropa bis Vorderasien sowie Nordafrika. In Südamerika und Australien sowie auf Neuseeland und einigen Inseln Ozeaniens wurde er eingeführt. Seine Nahrung setzt sich aus halbreifen und reifen Sämereien von Stauden, Wiesenpflanzen und Bäumen zusammen.
Der Haubentaucher ist eine Vogelart aus der Familie der Lappentaucher (Podicipedidae). Der etwa stockentengrosse Vogel ist der grösste, häufigste und bekannteste Vertreter dieser Familie von Wasservögeln. Er brütet auf Süsswasserseen und grösseren Teichen mit röhrichtbewachsenen Ufern. Besonders auffällig ist sein Balzverhalten, das auf freier Wasserfläche stattfindet und gut zu beobachten ist. Zu den Balzelementen gehören ein heftiges Kopfschütteln mit gespreizter Federhaube sowie die sogenannte Pinguin-Pose, bei denen sich die Vögel durch rasches Paddeln der Füsse fast senkrecht voreinander aus dem Wasser heben.
Der Waldkauz ist eine mittelgrosse Eulenart mit einer Verbreitung von Europa bis nach Westsibirien und in den Iran. Er kommt ausserdem in Südostasien vor. In Mitteleuropa ist der Waldkauz gemeinsam mit der Waldohreule die häufigste Eule. Er fehlt lediglich in baumarmen Gebieten. Waldkäuze benötigen als Brutareal reich strukturierte Landschaften, in denen sich Wälder und Baumgruppen mit offenen Flächen abwechseln. Er ist ein Höhlenbrüter, der neben Baumhöhlen auch in Mauerlöchern, Felshöhlen sowie Dachböden brütet. Er frisst bevorzugt Mäuse, kann aber seine Ernährung bei Mäusemangel auf Kleinvögel umstellen. Kennzeichnend für diese dämmerungs- und nachtaktive Eulenart ist eine gedrungene Gestalt mit rundem Kopf und einer rindenähnlichen Gefiederfärbung. Von September bis November sowie im zeitigen Frühjahr ist der Reviergesang des Männchens weithin hörbar.
Der Sperber ist ein Greifvogel und gehört zur Familie der Habichtartigen (Accipitridae). Die Weibchen sind deutlich grösser als die Männchen und fast doppelt so schwer. In der Jägersprache werden die Männchen Sprinz genannt (während bei allen anderen Greifvögeln für das Männchen die Bezeichnung Terzel verwendet wird). Sperber sind eng an den Wald gebunden, brüten heute in vielen Teilen Europas aber auch in städtischen Grünanlagen. Sie ernähren sich überwiegend von kleinen und mittelgrossen Vögeln bis zur Grösse einer Taube.
Die Schwäne sind eine Gattung der Entenvögel (Anatidae). Innerhalb dieser Familie werden sie den Gänsen (Anserinae) zugerechnet. Schwäne sind die grössten aller Entenvögel. Wegen des rein weissen Gefieders der europäischen Arten (früher lateinisch Cygnus albus „Weißer Schwan“ und der eindrucksvollen Grösse sind sie in zahlreiche Mythen und Märchen eingegangen.
Die Waldohreule ist eine nachtaktive Greifvogelart, die zu den Eigentlichen Eulen (Strigidae) gehört. Sie zählt zur Gattung der Ohreulen und ist eine der häufigsten Eulen in Mitteleuropa. Die Namensgebung geht auf die beiden Federbüschel am Kopf zurück. Die Flügeldecken der Waldohreule fluoreszieren unter UV-Licht rosarot, wobei die Intensität von Alter, Grösse und Geschlecht des Tieres anhängig ist. Am intensivsten ist die Fluoreszenz bei Alttieren und Weibchen. Da Vögel Ultraviolettstrahlung sehen können, spielt die Fluoreszenz wahrscheinlich eine Rolle als Signalgeber, könnte aber auch im Zusammenhang mit der Wärmeerhaltung beim Brüten stehen.
Der Mäusebussard ist ein Greifvogel aus der Familie der Habichtartigen und der häufigste Vertreter dieser Familie in Mitteleuropa. Er ist mittelgross und kompakt, das Gefieder variiert von Dunkelbraun bis fast Weiss. Er kann oft bei seinen kreisenden Segelflügen oder bei der Ansitzjagd beobachtet werden. Den Hauptteil der Nahrung machen Kleinsäuger aus. Lebensraum sind offene Landschaften wie Wiesen, Äcker und Heide mit angrenzenden Waldgebieten, in denen das Nest gebaut wird. Das Verbreitungsgebiet des Mäusebussards umfasst ganz Europa mit Ausnahme Islands und des Nordens von Skandinavien. Nach Osten reicht das Areal bis Zentralasien. Mäusebussarde sind überwiegend Teilzieher. Die Überwinterungsgebiete liegen in Mitteleuropa, Nordafrika, dem Nahen Osten und Indien.
Die Goldammer ist eine Vogelart aus der Familie der Ammern (Emberizidae). Sie ist die häufigste Ammer in Europa und einer der charakteristischen Brutvögel. Ausserhalb der Brutzeit bilden sich mitunter grössere Trupps, die sich an günstigen Nahrungsplätzen am Rand von Dörfern einfinden. Während der Brutzeit dagegen ist die Goldammer streng territorial.
Die Stockente ist eine Vogelart aus der Familie der Entenvögel (Anatidae). Die Stockente ist die grösste und am häufigsten vorkommende Schwimmente Europas und die Stammform der Hausente. Ausgewachsene Männchen im Balzkleid sind mit ihrem grünmetallischen Kopf, dem gelben Schnabel und dem weissen Halsring unverwechselbar. Die Weibchen sind unscheinbarer hellbraun mit orangefarbenem Schnabel. Stockenten kommen im grössten Teil Eurasiens, im äussersten Norden Afrikas sowie in weiten Teilen Nordamerikas vor und sind in Neuseeland und Australien als Brutvogel eingeführt worden. Ihre Häufigkeit ist darauf zurückzuführen, dass sie sowohl bei der Wahl ihrer Brutplätze als auch ihrer Aufenthaltsorte wenig anspruchsvoll sind, sofern irgendeine Art von Gewässer vorhanden ist.
Die Elster ist eine Vogelart aus der Familie der Rabenvögel. Sie besiedelt weite Teile Europas und Asiens sowie das nördliche Nordafrika. In Europa ist sie vor allem im Siedlungsraum häufig. Aufgrund ihres charakteristischen schwarz-weißen Gefieders mit den auffallend langen Schwanzfedern ist sie in Europa auch für den vogelkundlichen Laien unverwechselbar, ansonsten sieht sie dem Schildraben und der Elsterdohle ähnlich.
Der Graureiher, auch Fischreiher genannt, ist eine Vogelart aus der Ordnung Pelecaniformes. Er ist in Eurasien und Afrika weit verbreitet und häufig. Weltweit werden vier Unterarten unterschieden.
Das Haushuhn, kurz auch Huhn (von mittelhochdeutsch huon) genannt, ist eine Zuchtform des Bankivahuhns, eines Wildhuhns aus Südostasien und gehört zur Familie der Fasanenartigen (Phasianidae). Landwirtschaftlich zählt es zum Geflügel. Das männliche Haushuhn nennt man Hahn oder Gockel. Das Weibchen heisst Henne, vom 2. Lebensmonat bis zum Erreichen der vollen Legereife Junghenne, Jungtiere führende Hennen werden als Glucke bezeichnet. Die Jungtiere heissen allgemein Küken.
Der Kormoran ist eine Vogelart aus der Familie der Kormorane (Phalacrocoracidae). Das Verbreitungsgebiet der Art umfasst grosse Teile Europas, Asiens und Afrikas, ausserdem Australien und Neuseeland sowie Grönland und die Ostküste Nordamerikas. Die Nahrung besteht wie bei allen Vertretern der Gattung Phalacrocorax fast ausschließlich aus Fisch. Kormorane sind zu allen Jahreszeiten gesellig, die Brutkolonien liegen an Küsten oder grösseren Gewässern. Bestand und Verbreitung der Art wurden in Europa durch menschliche Bejagung stark beeinflusst, im mitteleuropäischen Binnenland war die Art zeitweise fast ausgerottet. Kormorane haben kein wasserabweisendes Gefieder, darum sieht man sie, zur Trocknung der Federn, oft mit ausgebreiteten Flügeln da stehen.
Der Grünspecht, manchmal auch Grasspecht oder Erdspecht genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Spechte (Picidae). Der Grünspecht und seine Schwesterart, der Grauspecht (Picus canus), sind die einzigen Vertreter der Gattung Picus in Mitteleuropa.
Der Kuckuck gehört zur Ordnung der Kuckucksvögel (Cuculiformes) und zur Familie der Kuckucke (Cuculidae). Er kommt in Nordafrika und in Eurasien von Portugal und Irland nach Osten bis Japan und Kamtschatka vor. Er ist etwa taubengross, sein Gefieder ist grösstenteils grau. Die Art ist ausser durch den charakteristischen „Gu-kuh“-Ruf auch durch ihren Brutparasitismus allgemein bekannt. Der Kuckuck legt seine Eier einzeln in Nester kleinerer Singvögel und betreibt selbst keine Brutpflege. Die Kuckuckweibchen bevorzugen einzelne Wirtsvogelarten und legen Eier, die denen dieser Arten weitgehend entsprechen. Das wenige Stunden alte Kuckucksjunge entfernt die Eier und Jungvögel der Wirtseltern und wächst allein im Nest heran.
Der Star, auch als Gemeiner Star bezeichnet, ist der in Eurasien am weitesten verbreitete und häufigste Vertreter der Familie der Stare (Sturnidae). Durch zahlreiche Einbürgerungen auf anderen Kontinenten ist der Star heute einer der häufigsten Vögel der Welt. Wenn Stare in riesigen Gruppen am Himmel tanzen und dabei ständig wechselnde, faszinierende Muster und Schatten an die Wand malen, nennt man dieses Schwarmverhalten auf Deutsch Starenschwarm oder Starenwolke. Der fachliche und poetische Begriff für dieses Phänomen ist Murmeln, abgeleitet vom englischen Begriff Murmuration, der das leise Rauschen der vielen Flügelschläge beschreibt.
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