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Fabelwesen ••• Tutorial
Anleitung
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Wie erstellt / erarbeitet man sich ein solches Gesammtbild? Das Bild
wie es aussehen soll, muss bereits fix fertig im Kopf, oder als Skizze
vorhanden sein. |
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Damit es echt wirkt braucht es einiges an Vorarbeit und Recherche.
Wir glauben Tiere zu kennen. Wenn es um ihren Bewegungsablauf geht,
kommt jedoch einiges zum Vorschein, dass mit einbezogen werden muss.
Am besten lernt man ein Tier kennen indem man es zeichnet. Der
Aufbau des Körperbaus ist entscheidend wie ein Tier sich bewegen
kann. Das heisst um beim Elefant zu beginnen.... Seine Masse und sein
Skelett inklusive Gelenke, lässt es nicht zu, dass er etwas umarmen
kann oder auf einem Bein steht, wie zum Beispiel ein Flamingo.
Für mich genau so wichtig, wenn ein Bild aus verschiedenen Teilen
zusammengesetzt ist.... Die sauberen, klaren Einzelteile. Keine
schummrigen Ränder. Keine Unschärfe. Ich arbeite da immer mit
Vektoren die eine saubere scharfe Silhouette ergeben. Diese
unterteile ich wie beim Elefanten in Kopf, Ohren, Auge, Rüssel,
Stoss-Zähne, Körper, Beine, Fussnägel, Schwanz, Bauchansatz.
Diese Teile bemale ich und habe somit ein Grundbild das ich anpassen
kann. |
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Ergänzung zum
Tutorial:
Da Fragen zur Entstehung des
Beispielbildes aufgekommen sind, ergänze ich hier noch frühe
Zwischenstände, mit zwei Skizzen der Arbeit.
Ich finde es spannend zu zeigen, wie sich ein Bild Schritt für Schritt
entwickelt — von der ersten Formsuche bis zur fertigen Komposition.
Für mich sind die Augen der wichtigste Teil bei einem solchen Bild,
denn es wirkt für mich sonst seelenlos. Darum ist es immer an erster
Stelle bei der Coloration.
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Es lohnt sich viele Bilder anzusehen. Den Elefanten in seiner
natürlichen Umgebung zu betrachten. Da zeigt sich wie der
Bewegungsablauf dieses massigen Körpers funktioniert.
Mein
Elefant steht nun auf die Hinterbeine um die saftigen Blätter zu
erreichen. Mehr geht nicht! Er kann nicht klettern. Die Haltung zeigt
mir, wie ich ihn später auf den Baumstamm bringen kann, ohne das er
herunter fällt. |
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Genauso entsteht das Krokodil Diese Ur-Echsen haben ihren ganz
eigenen Bewegungsablauf. |
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..... In dieser Pose werde ich die "Echse" nutzen können |
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Flügel sind noch gefragt, aber nicht irgendwelche, sondern die Schwingen
des Steinadlers. Jenem majestätischen Vogel, der in meiner Heimat,
in den Alpen lebt. |
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Kurz vor der Landung auf einem Felsvorsprung |
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Die verschiedenen Tiere sind bereit, was fehlt ist der Hintergrund |
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Eine Photographie aus dem Tropenhaus Mit Stativ und längere
Verschlusszeit entsteht Feen-Wasser. Ich mag es sehr, wenn das Wasser
wie ein Schleier (Feen-Haare) neben der scharf abgelichteten Umgebung
hinunter fliesst.
Damit die gewünschte Tiefe entsteht besteht der
Hintergrund aus zwei Bildern Der vordere Teil. Den Hintergrund
radiert und unerwünschtes entfernt. |
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und der hintere Teil, der aus einem ganz anderen Teil des Tropenhauses
hier seinen Zweck erfüllt. Wichtig.... je weiter weg etwas ist, umso
mehr Grau-Blau wirkt die Farbe und gibt dem Bild durch die
Luftperspektive Weite |
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Dieser Hintergrund wird nun bearbeitet damit aus der Photographie ein
gemalter Hintergrund entsteht, der zu den gemalten Tieren passt. |
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Weil ich verschiedene Pflanzen, auch blühende, in solchen Bildern Liebe,
müssen viel mehr Farne und Tropenpflanzen ins Bild. Als Beispiel
Bromelien. Diese Pflanzen sind gemalt wie die Tiere. |
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Nun kommt der Finish Das Fabelwesen zusammensetzen und einen dicken
Baumstamm über das Wasser legen wie eine Brücke. Der Stamm muss das
Wesen, das schon einige Kilo auf die Waage bringt tragen.
Aufpassen bei Licht und Schatten, da ist weniger mehr!
Da liegt
es nun das Tierchen. In einer märchenhaften Ubgebung, total relaxt in
einer vollkommenen Umgebung. |
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Auf einem uralten, von Moos umarmten Ast
ruht ein Wesen, das selbst die Träume der Natur zu übertreffen scheint.
Halb sanfte Kraft, halb stille Magie – sein mächtiger Körper vereint
die Weisheit des Elefanten, die Erdverbundenheit eines uralten
Reptils und die Freiheit schimmernder Schwingen, die sich wie ein
leiser Atem über den Dschungel spannen.
Es wirkt, als hätte die Welt hier den
Atem angehalten, nur um ihm diesen Moment der vollkommenen Ruhe zu
schenken. Seine Augen tragen keine Unruhe, nur ein tiefes, gelöstes
Vertrauen – als wüsste es, dass kein fremder Blick diesen
verborgenen Ort je erreichen kann.
Neben ihm fliesst der Wasserfall wie ein
lebendiges Märchen. Kein gewöhnliches Wasser stürzt hier in die
Tiefe – es gleitet wie flüssiges Licht, wie zarte Feenhaare, die sich
sanft lösen und in tausend glitzernden Fäden in das smaragdgrüne
Becken darunter fallen. Ein leises Flüstern liegt in seinem Klang,
als würden unsichtbare Wesen Geschichten erzählen, die nur das Herz
versteht.
Die Luft ist erfüllt von einer stillen
Wärme, die nicht von der Sonne allein stammt, sondern von der Harmonie
dieses Ortes. Blüten neigen sich ehrfürchtig, Blätter lauschen, und
selbst der Wind wagt es kaum, die Ruhe zu stören.
Das Fabelwesen liegt dort nicht zufällig
– es gehört hierher. Es ist Wächter und Teil dieser verborgenen Welt
zugleich. In seiner Gelassenheit liegt eine tiefe, fast greifbare
Emotion: Frieden. Ein Frieden, der nicht gesucht werden muss,
sondern einfach ist.
Und vielleicht, ganz leise, erinnert uns dieser Anblick daran,
dass es solche Orte gibt – nicht nur in der Welt, sondern auch in
uns.
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