Es ist so toll. Ich kann mich ganz auf meine Idee konzentrieren,
denn ich habe von Jane gelernt:
• Wie der Ton geschnitten wird.
• Wie sich der Ton formen lässt.
• Wie der Ton behandelt wird, damit er nicht austrocknet
und zu einem späteren Zeitpunkt weitergearbeitet werden kann.
• Wie man Teile aufbaut und sicher verklebt...
und ich habe noch so viele andere hilfreiche Tipps bekommen,
damit alles wunderbar klappt!
Meine Idee ist eine Dose zu fertigen. Der Körper und der Panzer sind also zwei Teile.
Bauchschild, Füsse/Flossen, Schwanz und Kopf sind zuerst Einzelteile.
Bis die Teile fertig sind, sind die zwei Stunden bereits um.
Darum warten die Einzelteile in der Zauberbox bis zum nächsten Kurstag.
Um es nochmal zu erwähnen. Die Zauberbox ist eine grosse Aufbewahrungsbox, in der die
Werkstücke nicht austrocknen und später weiter verarbeitet werden können. Ist der
Ton zu trocken, ist dies nicht mehr möglich.
Lisa kommt aus der Zauberbox und bekommt ein Gesicht. Sie wird sorgfältig zusammengebaut und alle Nähte sauber verstrichen. Lisa hat nun ihre typische Wasserschildkröten-Zeichnung, auf den Flossen und am Hals. Sie wartet nun brav im Atelier von Jane, dass ich wiederkomme und sie ihren Panzer bekommt.
Lisas untere Hälfte ist komplett und darf trocknen.
Zeit ist ein Faktor, den man nicht abschätzen kann und auch nicht sollte, wenn man aus Ton etwas entstehen lässt. Und Geduld? – Ja die wird manchmal auf die Probe gestellt.
Aus zwei ausgewallten runden Stücken soll jetzt der Panzer von Lisa entstehen.
Ein Stück ist die Unterlage und aus dem anderen Stück schneide ich die Musterung aus
und klebe sie auf die Grundplatte.
Viel Arbeit, die Zeit ist nur so verflogen.
Damit der Panzer rund wird, habe ich ihn über eine umgedrehte runde Schale gelegt.
Ich finde es toll und der Panzer macht Freude.
Doch wer genau hinsieht, bemerkt die feinen Risse, die bereits entstehen. Genau da wo ich die Panzerplättchen
aufgeklebt habe, reisst die Grundplatte.
Zu dick? Zu schwer? Zu nass?
Keine Ahnung was da genau nicht passt. Jane und ich schauen mit Bedauern, wie der schöne Panzer langsam auseinander fällt.
Reparieren? Nein!
Da gibt es nur eins... Von vorne!... So viel zum Thema Geduld.
Diesmal bekommt Lisa ein Mäntelchen. Den Ton rolle ich dicker aus und lege ihn auf die mit Zeitungspapier ausgestopfte
und Folie abgedeckte, fertige und nun bereits trockene Schale.
Die Struktur des Panzers entsteht diesmal, indem ich Ton entferne und so tief einritze, dass diese gut zu sehen ist,
aber der Panzer nach dem Trocknen nicht bricht.
Die Masse des Tons verringert sich durch den Wasserverlust beim Trocknen.
Dies muss miteinberechnet werden beim Zurechtschneiden der Form, daher genug Platz lassen,
damit der Panzer am Schluss nicht zu klein ist.
Diesmal passt der Panzer. Nun muss ich geduldig warten bis beide Teile gut durchgetrocknet sind. Erst dann kann Jane sie brennen.
Lisa ist gebrannt und kein einziger Riss ist entstanden. Der Panzer hat genau die richtige Grösse und passt wie angegossen.
Jetzt kann ich die Lady mit dem Geheimversteck bemalen.
Die getrockneten und gebrannten Teile werden zuerst geschliffen, wenn nötig.
Sie ist fertig, die kleine Geheimnisträgerin.
Was immer Lisa in sich verborgen hält... Sie verrät nichts.
Wenn du auch mit Ton arbeiten willst, kann ich dir Ceramicspace sehr empfehlen!
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