Wenn eine Idee Gestalt annimmt, dann wirkt das wie ein Sog. Die Zeit und alles rundum wird nebensächlich. Konzentriert Eintauchen in eine andere Welt und mit den Händen etwas das bis jetzt nur im Kopf war, entstehen lassen.
Es sind Schulferien! Wir durften Ton mit nach Hause nehmen, damit Raphael seinen Wunsch, (Papi braucht einen Ascher auf dem Balkon wo es nicht hinein bläst) verwirklichen kann.
Es ist gar nicht so einfach etwas so grosses zu erstellen und vor allem so lange konzentriert zu arbeiten.
Stunde um Stunde wird Turm und Dach geformt und alle Nähte sauber verstrichen. Das Mauerwerk wird eingeritzt.
Nach fast vier Stunden ist der Turm bereit zum trocknen.
Der Turm ist gut ausgetrocknet, die Festtage vorbei und Jane hat das Kunstwerk in ihrem Atelier gebrannt.
An einem Sonntag sind wir ins Atelier, damit der
Turm Farbe bekommt.
So viele Farben, aber Raphael weiss genau wie der Turm aussehen soll.
Zuerst wird glatt geschliffen was nötig ist, dann werden die Farben gut und lange aufgerührt.
Das Dach des Turms wird zuerst angemalt, mit einer Farbe die sobald sie heiss wird beim Brennen zerlaufen soll. Spannend wenn man nicht genau weiss wie es werden wird.
Jetzt wird es knifflig.
Die Turm Innenseite ausfärben, dann die Turm Aussenseite bemalen.
Die Zwischenräume der Mauersteine auskratzen.... gaaaanz vorsichtig damit das Mauerwerk bemalt bleibt und die Farbe nicht weg bricht.
Nächster Schritt, die Zwischenräume mit Farbe ausgiessen. Immer nur ein Tröpfchen Farbe und abwarten wohin es fliesst. Zum Schluss noch Moos auftupfen.
Fertig! Der Turm kommt auf das Regal zum Austrocknen und wartet darauf das er ein zweites Mal gebrannt wird.
Es ist so spannend!
Der grosse Tag!
Der Turm ist gebrannt und alles ist heil.
Die Farben sind genau so wie gewünscht.
Das Kunstwerk kann nun nach Hause.
Bravo Raphael, deine Geduld hat sich gelohnt!
Wenn du auch mit Ton arbeiten willst, kann ich dir Ceramicspace sehr empfehlen!
Nach oben